Zum Abschluss der diesjährigen Bergseesaison zog es mich noch einmal ganz hoch hinauf, auf knapp 2300 m ü.M.! Entsprechend winterlich präsentierte sich dann auch die Landschaft...
Doch das Wetter war mir gnädig, und auch die Fische machten alles andere als Winterschlaf :-) Zwar brachten sämtliche Versuche mit diversesten Spinnködern absolut Null Aktionen, nicht einmal einen Nachläufer konnte ich im glasklaren Wasser beobachten, aber ein Wechsel auf Butz wurde schon nach wenigen Minuten mit einem satten Biss quittiert! Und schon am starken Zug und den kräftigen Schlägen in der Schnur konnte ich erkennen, dass das ein guter Namaycush sein muss. Nach einem kurzen, dafür aber umso heftigeren Drill konnte ich dann auch tatsächlich einen dicken 45er Kanadier in Händen halten!
Anscheinend standen die Fische heute nicht auf Action, denn auch der nächste Biss kam nicht auf bewegten Köder sondern auf den ruhenden Butz am Grund, und diesemal war er noch einen Zentimeter länger :-)
Und auch die letzten beiden Namaycush mit 43 und 45 cm schnappten sich den Butz am Grund.
So konnte ich dann schon gegen Mittag die diesjährige Bergseesaison mit 4 wunderschönen Fischen abschliessen - zwar mit etwas Wehmut,
dass nun wirklich Ende ist, aber auch schon mit Vorfreude auf die kommende
Eisfischsaison :-)))
Gut Ding will lange Weile haben sagt man... Ich hatte ehrlich gesagt schon gar nicht mehr daran geglaubt, aber Kollegen Ueli und Yves haben es tatsächlich doch noch kurz vor Saisonende einrichten können, dass wir gemeinsam auf Bergseetour gehen :-)
Die "Chefs"
Und so standen wir schon in aller Herrgottsfrühe unter
einem unbeschreiblichen Sternenhimmel am Engstlensee und warfen unsere
Ruten aus. Ueli und Yves entschieden sich für Oberflächenfischen mit
Ziel Refos, aber ich wollte lieber "meine" Kanadier überlisten.
Dementsprechend versuchte ich es mit einer anderen Taktik und legte tote
Elritzen auf Grund - was umgehend mit einem vehementen Biss quittiert
wurde, der sich dann als strammer 36er Kanucki entpuppte :-))
Und so ging es Schlag auf Schlag weiter, so dass ich schon als die ersten Sonnenstrahlen den See erreichten bereits mit einer Vollpackung strammer Namaycush den Angeltag benden konnte!
Leider ging der Tag für Ueli mit einem Nuller trotz ehrgeiziger
Bemühungen und Yves mit 2 Kanadiern (erstaunlicherweise an der
Oberfläche!?) nicht ganz so erfolgreich zu Ende - doch letztendich war
es ein absolut traumhafter Tag in grandioser Umgebung und bei schönstem
Wetter, fern vom trüben Nebel im Mittelland, und das leckere Fondue mit unseren Lieben am Abend hatten wir uns
wohl mehr als verdient ;-)
Die Saison neigt sich langsam dem Ende, und in den Bergen liegt schon der erste Schnee... Darum nutzten Richard und ich das tolle Wetter für den vielleicht letzten Bergseetrip des Jahres, um nochmal den wilden Namaycush nachzustellen. Noch im Dunkeln machten wir uns also an den mühsamen Aufstieg, um rechtzeitig zur Morgendämmerung am See zu stehen. Und kaum machten wir die ersten Würfe mit der Spinnrute, schnappten sich schon die ersten hungrigen Bachsaiblinge unsere Köder! Aber wir wollten ja Namaycush...! Also Standort- und Taktikwechsel. Doch auch die nächsten paar abgefischten Spots brachten keine Kanadier :-( So ging es zu einer Stelle, die wir schon zu Beginn als "Endpunkt" ausgeguckt hatten. Schnell eine Elritze am Sytem montiert, ausgeworfen und ein Stück reingezupft - nix. Also auch zweite Rute parat machen! Doch kaum habe ich die Spinnrute abgelegt um die zweite zu montieren, ruckt es kräftig in der Spitze! Anhieb, und gleich ordentlich Gegenwehr - ein schöner wilder 36er Kanadier hat sich mein Fischchen geschnappt!
Und auch Richards Köder fanden bald Interessenten! So konnten wir im Lauf des Tages noch eine ganze Reihe schöner wilder Namaycush auf die Schuppen legen und hochzufrieden den Tag beenden. Doch einen kleinen Wermutstropfen gab es doch: Den heissersehnten ganz grossen Kanadier konnten wir wieder nicht überlisten :-( Doch man braucht ja auch noch ein Ziel für's nächte Jahr - und diese Saison ist noch nicht ganz zu Ende... ;-)
Heute gings wieder mal in aller Frühe ins Oberland an "meinen" Bergsee, denn ich wollte unbedingt einen wilden Namaycush auf die Schuppen legen. Und anscheinend hatte ich mir den perfekten Tag dafür herausgesucht: Nach anfänglichem Nebel beim Aufstieg kam die Sonne heraus, abgewechselt von immer wieder mal durchziehenden Wolkenfeldern - und ich hatte den See ganz für mich alleine, keine Menschenseele weit und breit! Und so startete ich die Pirsch auf meine Zielfische, wurde dabei aber zuerst von einem wunderschönen 32er Bachsaibling "unterbrochen" - eine Störung der netteren Art :-)
Wet Beauty...
Da aber dann an der Stelle nichts mehr lief wechselte ich den
Standort, und bereits nach wenigen Würfen am neuen Spot knallte mir
wie aus dem Nichts der erste wilde Kanucki voll auf den Wobbler, und am ultrafeinen Gerät ging dann kurz mal ordentlich die Post ab!
Wild Boy I
Dann war leider erst mal wieder längere Zeit Flaute, bis ich im glasklaren Wasser beobachten konnte, wie plötzlich gleich ein ganzer Pulk von ca. 8-10 Bachsaiblingen sich um mein Kunstfischchen balgte! Der Sieger durfte zur Belohnung bei mir bleiben ;-) Und kurze Zeit später ruckte es auch ordentlich an meiner zweiten Rute, an der ich ein totes Fischchen am Grund angeboten hatte - Kanadier Nummer zwei, und mit 37 cm sogar noch ein kleines Stückchen länger als sein Vorgänger.
Wild Boy II
Weitere Versuche mit allen möglichen Wobblern und Löffeln blieben dann leider erfolglos, doch mein Köderfischchen am Grund verhalf mir noch zu einem weiteren schönen wilden Namaycush, so dass ich auch diesen Bergseetrip einmal mehr als vollen Erfolg abhaken durfte :-))
Pünktich zum Saisonende zeigte sich die Emme nochmals von ihrer Schokoladenseite - blauer Himmel, Sonne, und keine Spur mehr vom gestrigen Hochwasser. Und so schnappte auch ich meine Rute, um doch noch eine letzte schöne Emme-Fario zu überlisten. Nachdem gleich zu Beginn eine gute Forelle meinen Wobbler bis vor meine Füsse verfolgt hatte, schnappte sich in der nächsten Schwelle eine hübsche, aber leider knapp untermassige Bachforelle den Köder. Doch ein Stück weiter flussaufwärts kam dann doch der lang ersehnte harte Biss, und nach heftiger Gegenwehr konnte ich eine schöne wohlgenährte 34er Fario landen - ein gelungener Abschluss der tollen Emme-Saison 2010 mit zwar nur wenigen, dafür aber umso schöneren Fischen :-))
Die Wetterprognosen für dieses Wochenende waren so gut wie schon lange nicht mehr, und so war Bergseeguiding für meinen Kollegen Fitti aus Deutschland angesagt, der endlich auch mal in den Genuss des herrlichen Bergseefischens in den schweizer Alpen kommen wollte. Dafür hatte ich mir dann natürlich auch ein nettes Programm überlegt, damit er (hoffentlich) nicht enttäuscht wird...
Schon um 4 klingelt der Wecker - Bergseefischen ist eben nichts für Langschläfer ;-) Und heute stand meine "Perle" im Oberland auf dem Programm, um Fitti zum Auftakt gleich mal die volle Dosis Bergseefeeling zu verpassen ;-) Als wir dort dann pünktlich zum Sonnenaufgang ankamen, machten wir sofort unser Gerät parat - und kaum hatte Fitti seine Rute im Wasser ruckte es auch schon an der Schnur! Anhieb, kurzer wilder Drill - und dann lag sie vor ihm im taunassen Gras: Die erste Namaycush seines Lebens :-)) ! Und es sollte nicht die letzte bleiben, denn wir hatten den ganzen Tag über noch ettliche Aktionen, so dass wir den ersten Tag Guiding bereits am frühen Nachmittag hochzufrieden und mit einem Rucksack voll schöner Fische beenden konnten!
Fitti's Erste Nr. 1 :-)
Auch heute klingelt der Wecker zur selben Zeit, denn es war Fischen auf der Frutt angesagt! Auf Grund des hammermässigen Wetters rechnete ich mit einem Grossangriff der Buldobomber am Melchsee, daher marschierten wir gleich weiter zum Tannensee, in der Hoffnung dort etwas Ruhe zu haben. Dort angekommen konnten wir gleich viel Fischaktivität an der Oberfläche beobachten, und auf dem Weg zum geplanten Angelspot sahen wir auch bereits einige Fische von teilweise respektabler Grösse im kristallklaren Wasser ziehen. Leider verlief aber die Einstiegsrunde Spinnfischen mit diversesten Kunstködern absolut ergebnislos, so dass ich einen Taktikwechsel anordnete: Nun versuchten wir es mit toter Elritze auf Grund. So zupfte ich meine Elritze in kurzen Rucken langsam heran, doch blieb dann irgendwo hängen - Sch... Hänger, dachte ich - Doch als ich diesen durch kräftigeres Rucken zu lösen versuchte ruckte dieser sogleich heftig zurück! Was folgte war ein heftiger Drill und eine etwas turbulente Landung, doch am Schluss lag der Fisch dann auf dem Trockenen: Eine schöne wohlgenährte Namaycush - und mit 48 cm meine neue persönliche Bestmarke :-)) ! Und nur kurze Zeit später schnappte sich auch Fittis Köder ein dicker 35er Bachsaibling - Premiere Nummer zwei für ihn :-) Dann ging leider wieder längere Zeit gar nichts, doch ein spontaner Versuch mit Löffel brachte auch mir sogleich einen schönen Bachsaibling mit 38 cm. Zum Abschluss setzte dann Fitti unserem Bergseeweekend noch die Krone auf mit einem herrlichen Namaycush von 50 cm! Und so ging ein megageniales Berseeguiding mit vollem Erfolg, zwei total happy Jungs und einem Bergseevirus-infizierten Fischer mehr zu Ende :-)))
48er Kanadier
Uf dr Frutt...
Fitti's Erste Nr.2 :-))
"King of the Day": 50er Kanadier
Die Entzugserscheinungen waren schon ziemlich gross, aber leider liess das durchziehende Genuatief mit Regengüssen, Sturmböen und Kälte keinen richtigen Bergseetrip zu. Doch zum Glück gibt es Gewässer, an die man auch bei solch schlechten Bedingungen noch gehen (bzw. fahren...) kann, wie z.B. den Arnensee! Bei schönem Wetter ja dafür absolut unmöglich wegen der ganzen Buldobomber und Spaziergängerscharen um den See... Leider machte das Wetter den Namaycush aber heute auch keinen Spass, die Fische standen weit draussen im Tiefen, und die Beisslaune war bescheiden... Aber mit viel Geduld konnten doch noch ein paar Aktionen "erarbeitet" werden, so dass mein Anglerherz am Ende doch noch lachen durfte :-))
Sommer, Sonne, Sonnenschein - Bergseetime :-)) Für meinen heutigen Angeltrip hatte ich mir ein Ziel ausgesucht, das schon lange ganz oben auf meiner Wunschliste stand, und das ich nun endlich mal befischen wollte: Der Gelmersee! So machte ich mich am frühen Morgen noch mit gemischten Gefühlen, was der Tag wohl bringen mag, an den Aufsteig zum See. Dort angekommen wurde ich aber erst mal von der grandiosen Landschaft dort oben überwältigt! An einem aussichtsreichen Spot angekommen montierte ich mein Gerät, noch immer skeptisch wie das Fischen in diesem doch recht trüben See wohl laufen wird. Also erster Wurf mit meinem neuen Wobbler, ein paar schnelle Kurbelumdrehungen - Päng! Ein wunderschöner strammer 35er Kanadier knallt mit voller Wucht auf meinen Köder und liefert mir einen aufregenden Drill am ultrafeinen Gerät! Nach diesem perfekten Auftakt waren nun auch meine letzten Zweifel vollends verflogen. Und mit geduldigem Fischen und etwas Herumexperimentieren war die Vollpackung noch vor dem Mittag perfekt! Unter dem Strich also ein superschöner Angeltag an einem aussergewöhnlichen Gewässer in grandioser Umgebung - besser hätte diese Premiere kaum sein können!
Die in der Nacht durchgezogene Kaltfront scheint auch den Fischen auf das Gemüt geschlagen zu haben - doch mit der Sonne kam auch die Beisslaune langsam wieder zurück :-) Und nach einigen Standortwechseln und ettlichen Versuchen mit verschiedenen Methoden und Ködern gelang es dann auch, den einen oder anderen wilden Namaycush zu überlisten... Letztendlich wieder ein spannender und wundervoller Tag am Bergsee!
Die ersten Egli sind da! Mit Björn ging´s am Abend zum "Egliplausch" auf die Aare, gemütlich mit der Strömung in der Sonne treiben lassen, ein kühles Getränk dazu, und das eine oder andere schöne Egli mit dem Gubler verführen - einfach schön, und zudem sooo entspannend...
Mmmmhhhh!
Noch immer Kaiserwetter in den Bergen :-) Mit Kollegen Richard und Sandro
ging´s daher schon mitten in der Nacht an den Bergsee, wo wir von den
hungrigen Namaycush bereits förmlich erwartet wurden, denn kaum waren
unsere Köder im Wasser kamen schon die ersten Bisse. Und fast jeder
Wurf brachte einen Fisch - allerdings leider meist eher aus der
Kategorie "Kinderstube"... Doch mit einem Taktikwechsel gelang es dann doch noch, schöne Kanadier bis 39 cm zu überlisten!
Zwei Tage spannendes Fischen auf wilde Namaycush! Bei traumhaftem Wetter konnte ich den Kanadiern im kristallklaren Bergsee auf Sicht nachstellen. Und neben ettlichen Fischen zwischen 32 und 43 cm konnte ich mit einem wunderschönen feisten 46er Namaycush eine neue persönliche Bestmarke setzen :-)
46er Prachtskerl!
Ein spontaner Abstecher am Nachmittag an die Aare bei Büren brachte mir prompt den ersten Hecht der Saison :-) Dieser wurde auch gleich am Abend nach einem unserer Lieblingsrezepte lecker zubereitet und verspeist.
58er Esox
Schönes Wetter und Zeit zum Fischen - Mit
Kollege Björn gings daher wieder mal an den Arnensee, welcher sich bei
strahlendem Sonnenschein von seiner besten Seite zeigte - bis auf den
...Matsch. Dafür bissen die Namaycush erfreulich gut, so dass wir 5 bzw. 4 schöne Fische um 35 cm mit nach Hause nehmen konnten! Top-Köder war einmal mehr der Butz.
Strammer Oberland-Kanadier aus dem Arnensee
Start in die Bergseesaison 2010 am Arnensee bei Regen und Matsch - aber nach langem Suchen konnte doch eine super Stelle gefunden werden, so dass neben vielen Fehlbissen, Nachläufern und einigen kleinen auch noch 5 schöne Fische mit ins Tal durften ;-))
Namaycush Nr. 1/2010
Schon lange wollte ich mal wieder einen Abstecher ins wunderschöne obere Emmental machen, um dort den Emme-Forellen auf die Schuppen zu rücken. Und tatsächlich wurde ich mit einer feisten Fario belohnt!
34er
Heute mal ein relaxter Angeltag beim "Grunden" mit Björn an der Aare. Leider liess die Beissfreude der Fische etwas zu wünschen übrig, aber ein gemütlicher Nachmittag bei Sonne und Bier ist auch mal ganz schön - und letztendlich hat es sogar doch noch eine schöne Aare-Bachforelle ans Ufer geschafft...
Stramme Aare-Forelle
Zum Abschalten nach einem stressigen Tag noch etwas die Rute in der Abendsonne schwingen, und dabei eine sportliche 42er Fario überlisten...
Saisoneröffnung mit einem Paukenschlag: Die erste Fario des Jahres gleich ein ganz dicker Brummer, 55 cm lang und 4 Pfund schwer - Fischerherz, was willst du mehr...
Emme-Fario Nr. 1/2010
Bilderbuch-Saisonstart
Hardcoretrip mit Björn und Marco zum Arnensee: Bei -20,5 °C und
dem halben Weg Aufsteig zu Fuss mit den Schneeschuhen ein Abenteuer der
besonderen Art... Doch dafür wurden wir belohnt mit herrlichstem Wetter, schönen Fischen und dem ganzen See nur für uns alleine :-))) Ein toller Tag, den man so wohl nicht sehr oft erleben kann.
Arktische Temperaturen...
...und traumhaftes Wetter
Die Belohnung eines harten Tages
Erster Eisfischtrip im neuen Jahr mit Björn an den
Öschinensee bei schönstem Wetter - bis der Nebel kam wie in einem
billigen Horrorfilm. Aber ein paar Seesaiblinge hatten dennoch Hunger, wenngleich die Bisse nur sehr selten und zaghaft waren...
Bilderbuch-Eisfischen
The Fog!
Wir hatten dieses Jahr endlich mal das Glück, die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel unter karibischer Sonne zu verbringen, und zwar an der Nordküste Panamas beim Segeln durch das St. Blas-Archipel - da wurden Südseeträume war, und natürlich war auch entsprechendes Angelgerät im Gepäck :-) Die besten und auch meisten Bisse erfolgten erwartungsgemäss beim Schleppen über das offene Meer, doch auch bei den Segeletappen innerhalb des Barriereriffs vergriff sich der eine oder andere leckere Geselle am geschleppten Wobbler. Hier ein paar meiner Fänge:
Dicker Gelbflossenthun Sushi en masse!
Mutton Snapper - ein ganz besonders leckerer Bursche, aber Vorsicht vor den spitzen Flossen und Kiemendeckeln!
Yellow striped Snapper - fast genauso lecker wie ihr Cousin oben ;-)